Vernetzung
Im Gartennetzwerk wollen wir uns gegenseitig vernetzen, indem wir Informationen untereinander austauschen und an die Gärten in unserer Nähe weitergeben. Wir binden uns als Netzwerk aber auch in bundesweite Gartennetzwerke ein, z.B. in das Netzwerk der urbanen Gärten der Anstiftung (mehr...)
Selbstwirksamkeit
Ziel ist es, die soziale und ökologische Bedeutung von Gärten in der Stadt erfahrbar zu machen. Das erreichen wir durch unser eigenes nachhaltiges Handeln und gutes Beispiel, das wir an andere weitergeben. Deshalb laden wir jeden Garten ein, am Gartennetzwerk mitzuwirken. Melden Sie sich einfach bei uns!
Gemeinsamkeit
- Eine gemeinsame Beteiligung an der jährlich im Frühjahr stattfindenden Saatgutbörse eröffnet die Gartensaison.
- Weitere Aktivitäten sind Fahrradtouren, auf denen wir uns untereinander in den Gärten besuchen, um die Besonderheiten eines jeden Gartens kennen zu lernen.
- Wir informieren uns untereinander von Veranstaltungen in den eigenen Gärten und versuchen, möglichst wenig sich überschneidende Termine zu planen, um ein Miteinander der Gärtnerinnen und Gärtner zu ermöglichen.
- Darüber hinaus bieten wir bürgerwissenschaftliche Ringversuche an, um im Vergleich mit anderen den eigenen Garten besser kennen zu lernen. Derzeit ist dies ein Kartoffelringversuch.
Außenwirksamkeit
Gemeinsam veranstalten wir jährlich den Braunschweiger Stadtgrüntag. Der Stadtgrüntag soll uns in Kontakt mit Wissenschaftlern bringen und deren Expertise nutzbar für unser Gartennetzwerk machen.
Offenheit
Wir freuen uns auf unser nächstes Treffen!
Und wir sind gespannt auf Gleichgesinnte, die sich dem Gartennetzwerk Braunschweig anschließen und es unterstützen wollen!
Materialien von uns für uns
Von Pflanzen, mit denen wir leben: Namen, Geschichten und Fürsorge
Dieses Buch vereint Geschichten von Pflanzen, die mit uns in Braunschweig leben. Es ist inspiriert von Fourteen Trees of Rotterdam, einer RISO-gedruckten Publikation von Alice Ladenburg, die auf kreative Weise vierzehn Bäume auf verschiedene Arten dokumentiert. Alice Ladenburgs Buch bietet den Leser*innen ein intensives Porträt jedes einzelnen Baumes und – mit seinem sorgfältigen und schönen Design – macht es das Werk selbst zu einem bewundernswerten Kunstwerk. Inspiriert von dieser facettenreichen Darstellung der Rotterdamer Bäume und dem ansprechenden Layout beschlossen wir, unser eigenes kleines Buch zu erstellen. Es ist das Ergebnis eines Lehrkurses und vereint Geschichten von Pflanzen, die mit uns in Braunschweig leben.
Wenn wir über Interaktionen zwischen Menschen und Pflanzen sprechen, beziehen wir uns meist auf Pflanzen, die draußen wachsen. Wir sprechen über ihre Veränderungen im Laufe der Jahreszeiten, ihr Blühen und Fruchttragen sowie ihre Kommunikation durch Wurzelsysteme im Boden. Wenn es jedoch um die Topfpflanzen geht, die still auf unseren Fensterbänken oder Regalen stehen, erwähnen wir selten ihre Namen, ihre Geschichte und ihre Nutzung oder fragen, ob zwischen ihnen und uns eine Beziehung besteht. Genau das wollten wir ändern. Gemeinsam mit Studierenden machten wir uns also daran, die Interaktionen zwischen Mensch und Pflanze näher zu erforschen, indem wir uns den Pflanzen zuwandten, die mit uns leben: den Zimmerpflanzen.
Hrsg: Sun Yue
Von Pflanzen, denen wir begegnen: Berührungen und Verbindungen
Dieses kleine Heft ist eine Fortsetzung von Of the Plants That Live with Us: Names, Stories, and Care, in dem wir zwölf Geschichten über Zimmerpflanzen zusammengetragen haben, die im Rahmen eines Lehrkurses entstanden. Wir diskutierten darin die Beziehungen zwischen Mensch und Pflanze im Kontext des täglichen Lebens in Innenräumen. Diesmal, angelockt vom üppigen Grün des Sommers, setzten wir unseren Kurs mit einer Rückkehr zur Natur fort.
Wir wählten einen vertiefenden Ansatz, um individuelle Verbindungen herzustellen: Jeder Studentin besuchte einen grünen Ort in Braunschweig und wählte eine wild wachsende Pflanze von Interesse aus. Im Rahmen dieses Ansatzes wurden Literaturrecherche und Zeichnen genutzt, um die gebräuchlichen, botanischen und einheimischen Namen sowie die Nutzung, Phänologie, natürlichen Lebensräume und Morphologie der Pflanzen kennenzulernen. Kartierung und Interviews wurden eingesetzt, um räumliche und soziale Beziehungen zwischen Pflanzen und Menschen zu erforschen. Besonders das Erzählen von Geschichten brachte persönliche Verbindungen zwischen der gewählten Pflanze und der/dem Studierenden hervor.
Während des ersten Treffens mit den Studierenden fragte ich: „Kennt ihr irgendwelche der draußen wachsenden Pflanzen?“ Die meisten schüttelten den Kopf. Das schien die gängige Ansicht zu bestätigen, dass Menschen zunehmend den Kontakt zur Natur verlieren. Doch nachdem wir die neun Geschichten zusammengetragen hatten, zeigte sich: Die Situation ist gar nicht so hoffnungslos. Einige Verbindungen waren bereits da – sie mussten nur hervorgerufen, sichtbar gemacht und reflektiert werden.
Glücklicherweise hat dieses kleine Buch diese schönen Momente eingefangen: eine Reise, die mit einem Irrtum begann, mit Nostalgie für eine fast mythische Tradition, einem Wandel von Abneigung zu Vertrautheit, namenlosem stechendem Schmerz und Reue über eine vergangene Scham.
Diese Verbindungen betreffen nicht nur die Studierenden und die Pflanzen selbst, sondern reichen auch zu Familien, Heimatorten, Kindheiten und ethnischen Kulturen. Allerdings waren diese Verbindungen tatsächlich einst verloren. Hinter diesem Verlust stehen militärische Konflikte, Emigration, Lebensdruck und soziale Vorurteile.
Wir hoffen, dass dieses Heft einige dieser zerbrechlichen Verbindungen wiederherstellen und neue fördern kann.
Hrsg: Sun Yue

Der Braunschweiger Stadtgrün-Tag
2023Falko Feldmann: Der Braunschweiger Stadtgrün-Tag. Umweltzeitung, Mai/Juni 2023, S. 27
Das Gartennetzwerk Braunschweig
2023Feldmann, Falko (2023): Das Gartennetzwerk Braunschweig; Umweltzeitung Mai/Juni 2023, S. 26
Ein Braunschweiger Gartennetzwerk? Modellvorhaben mit neuen Fortbildungs-, Auswertungs- und Austauschmöglichkeiten
2020Feldmann, Falko (2020): Ein Braunschweiger Gartennetzwerk? Modellvorhaben mit neuen Fortbildungs-, Auswertungs- und Austauschmöglichkeiten. In: Umweltzeitung 27, S. 18–19. https://www.openagrar.de/receive/openagrar_mods_00066056
